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MUTTERTAG - mehr als nur ein Tag für Blumenverkäufer!?


Mit Beendigung meiner Grundschulzeit veränderte sich für mich die Bedeutung des Muttertages mehr und mehr.

Auch wenn ich schon immer gerne gemalt und gebastelt habe und meiner Mutter (bis heute) gerne Freude bereite, steckte hinter diesem "besonderen" Tag immer etwas Zwanghaftes, erzeugt durch mütterliche Erwartungen, die nicht enttäuscht werden wollten....oft genug aber sicher nicht angemessen erfüllt wurden, könnte ich mir vorstellen.

Jedenfalls entstand bei mir im Laufe meines Lebens eine Abneigung gegen diesen Tag, bei dem ich mich eigentlich jedes Jahr wieder frage, wo sein Ursprung liegt (...ich denke allerdings auch, dass ich mit dieser Wissenslücke ganz gut weiterleben kann).

Und dann wurde ich selber Mutter und nahm mir vor, diesem Tag (an dem ja nun auch ich gemeint sein könnte) keine ausdrückliche Bedeutung zu verleihen, auch um meinen Kindern diesen "Leistungsdruck" zu ersparen. Natürlich freute ich mich über die Aufmerksamkeiten, die aus Kindergarten und Schule mitgebracht wurden. Und ich würde lügen, wenn ich sage, dass es spurlos an mir vorbeigegangen ist, wenn der ein oder andere diesen Tag verpennt hat. Auch ich konnte mich nicht zu 100% der Dynamik der wochenlangen MuttertagsWerbung in sämtlichen Medien entziehen und atmete dann die Enttäuschung über das Vergessen-worden-zu-sein weg oder verpackte sie in ironische Sticheleien. Aber tief in mir habe ich schon lange die Überzeugung, dass es für mich an diesem und allen anderen Tagen beim Thema "Mutter" u. "Mutter-sein" nicht um Bestätigung durch Materialismus geht. Ich bin sehr froh, dass ich mich mittlerweile durch diesen (vorgegebenen) "Feiertag" in erster Linie inspirieren lasse, darüber nachzudenken, welche Bedeutung er für mich hat...und da kommen mir einige Gedanken, die ich mitteilenswert finde:

Ja klar, ich frage mich natürlich (nicht nur am Muttertag) immer wieder, ob ich eine gute Mutter für meine Kinder bin und ob meine Mutter es für mich war und ist. Aber was ist eine gute Mutter? Sowohl meine Mutter, als auch ich und ALLE (ja, alle) Mütter dieser Welt geben ihr bestes. Ob das gut oder stimmig für ein Kind ist, kann es nur selbst wissen bzw. herausfinden. Ich, als Tochter, kann sagen: es war und ist meistens stimmig zwischen meiner Mutter und mir und wir hatten es sicher nicht immer leicht und harmonisch miteinander...all unsere gemeinsamen Erlebnisse haben mich jedoch zu der Frau gemacht, die ich jetzt bin...und dafür bin ich unendlich dankbar. Mit all dem, was mir als Kind damals gefehlt hat (weil Mama vielleicht gar nicht wusste, dass ich es gebraucht hätte oder wies sie es mir hätte geben können)kann ich mich jetzt, als Erwachsene aber selbst versorgen. Ich bin mir selber eine Mutter, wenn ich geduldig, stolz, liebevoll, tröstend, verständnisvoll, konsequent, auch mal streng, nachsichtig, albern, kuschelig, zu-mir-haltend...mit mir bin.

 

 

 

Was für eine Mutter bist du für dich?

  Tust du dir damit gut?

 

 

Ein weiterer Gedanke anlässlich des "Muttertages" ist, dass ich OHNE meine eigenen Kinder gar nicht Mutter wäre! Der Dank gebührt (nicht nur an diesem Tag) also wohl eher ihnen!?! Ohne sie wäre mir sicher nicht so bewusst, was zum Muttersein alles dazugehört. Ich hätte nie die Möglichkeit bekommen, alles "viel besser" oder anders machen zu können, als meine Mutter (...so wie ich und sicher viele andere es schon häufig dachten). Nicht nur dafür empfinde ich eine große Dankbarkeit, Mutter sein zu dürfen.

Danke, ihr drei, das ich eure Mutter sein darf, ihr mein Leben so vielfältig bereichert und wir zusammen ein so gutes Team sind (...wir machen das ja alle zum ersten Mal :))

Übrigens geht an dieser Stelle auch ein Dank raus an den Vater der Kinder...der hat und hatte natürlich auch einen entscheidenden Anteil an dem Ganzen.

Ich habe in der vergangenen Woche immer wieder über das Wort "Mutter" und seine Bedeutung für mich nachgedacht und festgestellt, dass da bei mir noch weitere, tiefergehende Ansätze entstehen. Es würde hier den Rahmen sprengen, im einzelnen darauf einzugehen, aber ich möchte sie dennoch kurz benennen: 

 MUTTER ERDE   /   URSPRUNG   /   FRAU-SEIN

 

Vielleicht inspirieren sie dich ja auch, um noch etwas weiter über all das nachzudenken, egal ob als Mann oder Frau.

Was stellt der "Muttertag" für dich dar und an wen oder was darf er dich erinnern?

Welche Wirkung hat das Wort "Mutter" auf dich?

Wie kannst du selbst eine liebevolle Mutter für dich sein?

 

Das Hinterfragen, Hineinspüren, Erinnern...geht übrigens auch an allen anderen 364 Tagen im Jahr.

Von Herzen, Katja

 

P.S.: Ich schenke meiner Mama übrigens dennoch eine Kleinigkeit zum "Muttertag", weil ich weiß, dass ich ihr damit eine Freude mache. In diesem Jahr bekommt sie die Postkarte "Farbspiel" in ROT (aus meiner Kollektion) 
Das Rot steht für mich, in Verbindung mit meiner Mutter, für "Sicherheit", "Dankbarkeit" und die "Verbindung zwischen uns beiden erwachsenen Frauen"
 
 
(die Künstlerin/der Künstler des wundervollen Bildes -s.o.- ist unbekannt) 

2 Kommentare


  • Maria

    Liebe Katja, lieber Mats,
    auch von außen betrachtet kann ich das bestätigen. Euch als Familie zu sehen und zu erleben ist wundervoll berührend… 💞

    Und liebe Katja, danke für Deine inspirierenden Gedanken. Sie sind auch für mich, die ich keine Mutter aber eben doch eine Tochter bin, sehr wertvoll…


  • Mats Grieß

    Ich finde wir sind das beste Team auf der ganzen Welt ❤️ (Danke Mama!)


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